Karin Kschwendt

Karin Kschwendt, seit August Personalchefin bei T-Mobile Austria

Woran arbeiten Sie gerade?

Zum einen bin ich derzeit noch dabei, das Unternehmen, die handelnden Personen, die Prozesse und das Business besser kennenzulernen. Zum anderen begleite ich die laufenden KV-Verhandlungen auf Arbeitgeberseite. Zusätzlich habe ich viel Kontakt mit den HR-Kollegen in Bonn, aber auch in ganz Europa, weil wir von der Deutschen Telekom ein internationales, firmenübergreifendes Netzwerk an Know-how und Talenten aufbauen beziehungsweise vergrößern.

Was ist für T-Mobile aktuell die größte Herausforderung in Sachen HR?

Die größten Herausforderungen bergen die Digitalisierung, die Flexibilisierung – insbesondere der Arbeitszeiten – und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Vor allem aufgrund der Digitalisierung wird sich die Art, wie wir wirtschaften, leben, lernen und arbeiten sehr verändern. Dementsprechend müssen wir unsere Organisations- und Führungsmuster verändern und flexiblere Arbeitsformen anbieten. Wir sind da schon recht weit. Wir haben in vielen Arbeitsbereichen Gleitzeit und die Mitarbeiter können bis zu 40 Prozent ihrer Arbeitszeit mobil leisten. Die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben ist uns ebenfalls wichtig. Wir haben zum Beispiel gestern die Mitteilung bekommen, dass wir die Zertifizierung „Familie & Beruf“ geschafft haben.

Was haben Sie aus Ihrer Zeit als Tennisprofi für Ihren aktuellen Job gelernt?

Sehr viel, denn im Profisport braucht man viele Eigenschaften, die auch im Personalwesen wichtig sind, zum Beispiel Zielstrebigkeit, Ausdauer, Fleiß, die Fähigkeiten, Prioritäten zu setzen, schnell und situationsgerecht zu handeln sowie aus Niederlagen zu lernen. Wichtig ist auch die Freude am Job. Das sind natürlich Voraussetzungen, die man überall für den Erfolg benötigt – egal, ob man Tennisprofi, Arzt oder Personalleiter ist. Was ich auch beim Tennis gelernt habe, ist, im Team zu arbeiten sowie in vielen Ländern und Kulturen zu kommunizieren. Diese Erfahrungen sind mir jetzt sehr nützlich.

(Aus Ausgabe 6 2016)