Jesper Smith

Jesper Smith, Director Human Resources, Telekom Austria Group

Herr Smith, Sie sind seit 1. November neuer Leiter Konzern-HR der Telekom Austria Group und betreuen damit mehr als 16.000 Mitarbeiter. Welche Ziele haben Sie sich gesetzt?

Unser Ziel ist es, zu wachsen, organisch im Kerngeschäft, aber auch durch Akquisitionen. Parallel dazu haben wir einen klaren Fokus auf unsere Kosten. Darauf werden wir unser HR-Angebot ausrichten. Wir werden unseren „way of work“ verändern und in unserer Arbeitsweise einfacher und schlanker werden. Wir als HR können helfen, das Arbeitsleben unserer Kollegen zu vereinfachen beziehungsweise zu verbessern. Mit unserer Business School haben wir ein starkes Tool, das wir mit einem breiteren Lernangebot weiterentwickeln. Unser Business verändert sich und damit die Anforderungen. Unser Fokus liegt darauf, die Kompetenzen unserer Mitarbeiter daran anzupassen. Dazu fördern wir eine offene und transparente Feedbackkultur und stärken das Mitarbeiter-Engagement.

Sie haben bei Twitter zuletzt zu Automatisierung, Digitalisierung und künstlicher Intelligenz der Arbeitswelt, einem damit verbundenen Abbau von Arbeitsplätzen und neuen Anforderungen getweetet. Welches Szenario sehen Sie für den Telekom-Austria-Konzern?

Eine schwierige Frage – wir nutzen permanent neue Technologien, um unsere Services zu verbessern oder unsere Kosten zu optimieren. Bisher haben wir vor allem Prozesse automatisiert und digitalisiert, aber in Zukunft werden die Anwendungsfelder noch stärker zunehmen. Wir wollen die dadurch entstehenden Möglichkeiten mit unserer Kernkompetenz Kundennähe kombinieren und so die Customer Experience verbessern.

Wie wird bei Ihrem Konzern unter Ihrer Führung zukünftig gearbeitet?

In einer Zeit von schnellen Veränderungen und erhöhter Komplexität braucht es Teams statt einsame Helden. Um deren Effektivität zu erhöhen, müssen wir unsere Erfahrungen, Erfolge und auch Fehler in einer offenen und transparenten Weise teilen und Vertrauen ineinander haben. Ich möchte in einer Kultur arbeiten, in der all diese Aspekte gelten und geschätzt werden, und hoffe, mein Arbeitsstil spiegelt sie auch wider.

(Aus Ausgabe 1 2016)