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Performance Management Revisited:
Wie Organisationen Leistung fördern können 

Performance Management
© Visual Stories || Micheile | Unsplash

Wie lässt sich Performance Management so gestalten, dass es Leistung fördert und Unternehmen erfolgreich macht? Mit dieser Fragestellung beschäftigt sich eine Kienbaum-Studie. Sie zeigt, dass ein gelungenes Zusammenspiel von Kultur, Instrumenten und Prozessen entscheidend für die Performance von Organisationen ist. Monetäre Anreize allein sind hingegen weniger wirksam.


// Performance Management

Unter Performance Management verstehen wir das Definieren, Steuern, Messen und Belohnen von Leistung. Wie Unternehmen ihr Performance Management gestalten, hängt stark von den Philosophien und Wertebildern ab, die in der jeweiligen  Organisation vorherrschen.


Für die Studie „Performance Management Revisited“ haben wir Geschäftsführer, Vorstände, Führungskräfte der ersten Ebene und Experten aus 157 Unternehmen zum Thema Performance Management befragt und aktuelle Trends im Umgang damit ermittelt.

Die Ergebnisse der Befragung machen deutlich, dass die Passung des Performance Managements mit der spezifischen Unternehmenskultur einen großen Einfluss darauf hat, wie zufrieden und leistungsbereit Mitarbeitende sind. Auch für die Ertragslage und das Wachstum des Unternehmens ist entscheidend, ob Kultur und Performance Management harmonieren.

In der Praxis spielen sich Kultur und Leistungsmessung jedoch häufig nicht in die Hände. Dies bedeutet zum Beispiel, dass ein hohes Ambitionslevel an das Performance Management mit elaborierten, agilen Instrumenten und regelmäßigen Feedbackrhythmen auf veraltete Command-and-Control-Führungspraxis trifft. Oder: Ein MBO-System quält die Organisation mit einem ausufernden, bürokratischen Prozess der Zielableitung. Dieser wird dann von der Geschäftsentwicklung regelmäßig überholt, was nicht selten in endlosen Zielanpassungsdiskussionen mündet, insbesondere wenn Boni daran hängen. Somit wird das Performance-Management-System gleichzeitig zu einer Art Prüfstand und Katalysator für die Unternehmens- und Führungskultur.

Wie Unternehmen Performance Management leben, hängt stark mit aktuellen Trends der Organisationsentwicklung zusammen. Einige davon haben wir in der PerformanceManagement-Studie beleuchtet.  

New Pay — Moneypulation adé?

Dass Leistung und Geld Hand in Hand gehen, galt in unserer Arbeitswelt lange Zeit als unumstößliches Dogma. Doch wie sinnvoll ist diese Idee, dass Motivation, Leistung und Geld eng zusammenhängen? In den vergangenen Jahren haben viele Unternehmen erkannt, dass die monetäre Incentivierung insbesondere durch eine variable Vergütung, die an Leistungsziele gekoppelt ist, nur sehr begrenzt die Motivation der Mitarbeitenden steigert. Im Vergleich zu anderen Instrumenten wie Leistungsfeedback, Karriere- und Weiterentwicklungschancen sowie effektiven Zielvereinbarungssystemen sind Boni tatsächlich weniger wirksam. Das stellt das Konzept der „Moneypulation“, also das Beeinflussen von Mitarbeitenden durch finanzielle Belohnungen, verstärkt infrage. Unsere Studienresultate zeigen somit, dass weiche Faktoren wie Anerkennung, Feedback und Entwicklungsmöglichkeiten Motivation und Leistungssteuerung stärker beeinflussen als finanzielle Anreize. Dieser Einsicht zum Trotz arbeiten Unternehmen im Performance Management nach wie vor stark mit jährlichen Bonuszahlungen, wie Abbildung 1 zeigt. Doch auch andere Instrumente des Performance Managements, insbesondere Feedback und Zielvereinbarungen, spielen in der Praxis eine wichtige Rolle. 


Performance Management
Abbildung 1: Verbreitung von Performance-Management-Instrumenten (Quelle: Kienbaum)

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Hans-Carl von Hülsen

// Autor                   
Hans-Carl von Hülsen                       
Senior Manager Compensation & Performance Management,
Kienbaum Consultants Deutschland

David Jaksch

// Autor                   
David Jaksch
Senior Consultant Compensation & Performance Management,
Kienbaum Consultants Österreich 

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