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Berufsbild Personalmanager:
Was müssen Personalistinnen & Personalisten können?

HRM als Erfolgsturbo für Unternehmen

Berufsbild Personalmanager
© airfocus | Unsplash

Personalmanagerinnen und Personalmanager können entscheidend dazu beitragen, Unternehmen erfolgreich zu machen. Aber wie gelingt ihnen das? Was sind ihre Aufgaben? Wie wird man eigentlich Personalmanager/in und wie hat sich das Berufsfeld in den vergangenen Jahrzehnten entwickelt?  

Was macht ein Personalmanager / eine Personalmanagerin?

Als Teilbereich der Betriebswirtschaft beschäftigt sich das Personalmanagement (auch Personalwesen, Personalwirtschaft, Human Resource Management, HRM) mit den Bereichen Personal und Arbeit. In den vergangenen Jahrzehnten hat sich die HR-Funktion zunehmend von einer administrativen, verwaltenden Ausrichtung in Richtung einer gestaltenden, innovativen Rolle entwickelt, die darauf ausgelegt ist, Veränderungen in Unternehmen mit voranzutreiben (Changemanagement).

Personalmanagerinnen und Personalmanager sind dabei für alle Prozesse und Aufgaben zuständig, die sich entlang des Employee Lifecycle ergeben. Der Employee Lifecycle ist der „Lebenszyklus“ der Mitarbeitenden – vom Erstkontakt mit einer möglichen Arbeitgeberin bis zum Ausstieg aus dem Unternehmen.

Wie vielfältig ist die Arbeit als Personalmanager/in?

An den verschiedenen Stationen des Employee Lifecycles ergeben sich vielfältige Tätigkeitsbereiche für Personalmanager/innen (auch Personalist/innen) – angefangen von

  • Personalmarketing und
  • Employer Branding über
  • Recruiting,
  • Onboarding,
  • Personaladministration und
  • Personalentwicklung bis hin zu
  • Personalcontrolling und
  • Lohnverrechnung.  

Während sich einige Personalistinnen und Personalisten auf einen bestimmten Bereich des Personalmanagements spezialisiert haben, sind andere in allen Themenfeldern unterwegs, die das Personal betreffen. So berät ein/e HR-Businesspartner/in Managerinnen und Manager aus den verschiedenen Fachbereichen zu ihren individuellen HR-Fragestellungen.

Einige Unternehmen unterscheiden zwischen administrativen Tätigkeiten und innovativeren HR-Aufgaben, die in Richtung Changemanagement oder Organisationsentwicklung gehen. Damit bieten sie verschiedene Karrierewege im Personalwesen an.

Wie arbeiten HR-Verantwortliche mit anderen Fachbereichen zusammen?

Das Personalmanagement sollte in alle Fragestellungen eingebunden sein, die das Personal betreffen. Daher arbeiten Personalmanagerinnen und Personalmanager üblicherweise eng mit der Unternehmensleitung, dem Management und den verschiedenen Fachbereichen zusammen, wie zum Beispiel IT, Produktion, Arbeitsschutz/Gesundheitsmanagement oder Unternehmenskommunikation.

Was müssen Personalmanager/innen können und wissen?

Neben betriebswirtschaftlichen Kenntnissen müssen Personalmanagerinnen und Personalmanager rechtliche Zusammenhänge kennen – insbesondere aus dem Arbeits-, Lohnsteuer und Sozialversicherungsbereich. Aber auch einige Softskills wie Kommunikationsfähigkeit, Moderationskompetenzen und Führungsstärke können je nach Position wichtig sein. In den vergangenen Jahren haben zusätzliche Kompetenzbereiche an Bedeutung gewonnen. So sind Kenntnisse im Datenmanagement und -controlling auch für den HR-Bereich zunehmend relevant – ebenso wie Fähigkeiten im Marketing und im Vertrieb. Letztere können vor allem im Recruiting nützlich sein, wenn es darum geht, Bewerberinnen und Bewerber für das Unternehmen zu begeistern. Da die Bandbreite der Tätigkeiten im HR-Bereich aber sehr groß ist, können auch die erforderlichen Kompetenzen je nach Position stark variieren. 

Wie wird man Personalmanager/in?

Es gibt viele Wege in das Personalmanagement. So kann eine kaufmännische Lehre (eventuell in Verbindung mit themenbezogenen Lehrgängen oder Kursen) den Einstieg in das Human Resource Management ermöglichen. Wer eine Führungsposition anstrebt, hat mit einem Studienabschluss die besten Karten. Während noch vor einigen Jahrzehnten viele Juristinnen und Juristen im Personalwesen zu finden waren, überwiegen heute die Absolventinnen und Absolventen betriebswirtschaftlicher Studiengänge. Einige Hochschulen haben bereits Masterstudiengänge oder MBAs mit Schwerpunkt Personalwesen etabliert. Hinzu kommen spezialisierte Studienzweige wie „Talent Akquisition“ oder „Internationale Personalarbeit“. Aber auch komplette Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger haben – je nach Unternehmen - im HRM eine Chance. Schließlich können Fähigkeiten aus anderen Disziplinen im Personalwesen nützlich sein (siehe „Was müssen Personalmanager/innen können?“).

Was macht gute Personalarbeit aus?

Gute Personalarbeit unterstützt den Erfolg des Unternehmens. Der Weg dahin kann aber sehr unterschiedlich ausfallen. Während das eine Unternehmen dringend Fachkräfte akquirieren muss, benötigt das andere eine reibungslose Personalverwaltung. Im einen Betrieb ist Organisationsentwicklung vonnöten, im anderen ist Stabilität gefragt. Was gute Personalarbeit ausmacht, müssen Personalistinnen und Personalisten somit selbst für ihr Unternehmen definieren. Gerade das macht Personalarbeit ja so spannend.

Von Bettina Geuenich

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