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KMU: 20.000 neue Jobs
Gewerbe und Handwerk haben von der Konjunkturerholung noch kaum profitiert, die gesamtwirtschaftliche Entwicklung war im ersten Halbjahr dreimal so gut. „Aber wir gehen davon aus, dass mit einem Quartal Verzögerung auch das Gewerbe und Handwerk im Herbst 2011 an die gute gesamtwirtschaftliche Entwicklung anschließen wird“, sagt Walter Bornett von der KMU Forschung Austria. Er erwartet, dass in dieser Sparte von Juli bis September 20.000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Die KMU-Forscher haben 4.353 Betriebe auch nach ihrer Personalplanung für das dritte Quartal befragt. Im Durchschnitt ergibt sich daraus eine geplante Erhöhung des Beschäftigtenstandes um 3,7 Prozent. Der Personalbedarf liege damit auf dem Niveau des Vergleichsquartals des Vorjahres, heißt es. Die Auftragslage ist im zweiten Quartal um 2,4 Prozent gestiegen und auch die Umsätze haben sich leicht verbessert. Aber noch immer kann fast jedes zweite Unternehmen sofort zusätzliche Aufträge annehmen. Weitere 40 Prozent können innerhalb von drei Monaten Aufträge annehmen.
Private Endgeräte im Arbeitsalltag
Fast ein Drittel aller kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) in Deutschland animieren ihre Belegschaft dazu, private mobile Endgeräte wie iPhones, iPads und Androids für berufliche Zwecke zu nutzen. Dies zeigt eine Umfrage von YouGov im Auftrag des Web Collaboration-Anbieters Citrix Online, die unter 700 Senior Executives und Managern aus KMU in Deutschland, Frankreich und Großbritannien durchgeführt wurde. Die Studie untersucht, inwiefern mobile Endgeräte für Konsumenten bereits Einzug in die Arbeitswelt erhalten und so den Weg zu einem flexibleren Arbeitsplatzmodell ebnen.
91 Prozent der deutschen Befragten glauben, dass zukünftig die Grenzen zwischen geschäftlich und privat genutzten Endgeräten verschwimmen. Nichtsdestotrotz sind in 60 Prozent der befragten Unternehmen bislang keinerlei Systeme vorhanden, die den Einsatz von privaten Endgeräten im Unternehmensumfeld verwalten oder kontrollieren.
Weitere Studienergebnisse:
• In 56 Prozent der deutschen Unternehmen nutzen Mitarbeiter ihre privaten mobilen Endgeräte für berufliche Zwecke.
• 59 Prozent der Unternehmen haben keinerlei Überblick darüber, wie viele privaten Endgeräte ihre Mitarbeiter zu beruflichen Zwecken bereits im Einsatz haben.
• Die Hauptsorge von KMU bei der Nutzung von privaten Endgeräten im beruflichen Umfeld besteht hinsichtlich der Auswirkungen auf die Sicherheit – sowohl bei dem remote-basierten Zugang auf das Unternehmensnetzwerk (34 Prozent) als auch dem Download von firmeneigenen Anwendungen und Dokumenten (29 Prozent).
• 25 Prozent der befragten Unternehmen sorgen sich darum, dass Mitarbeiter sich von ihren eigenen mobilen Endgeräten ablenken lassen und diese während der Arbeitszeit auch für private Zwecke nutzen.
• Mehr als zwei aus fünf Unternehmen, die private Endgeräte in berufliche Zwecke integrieren, konnten eine Produktivitätssteigerung von bis zu 20 Prozent verzeichnen. 17 Prozent erzielten sogar größere Gewinne.
Diversity-Management
Europäische Großkonzerne weisen wenig Vielfalt in ihrem Top-Management auf: Die Analyse von 40 zufällig ausgewählten Euro-Stoxx-50-Unternehmen zeigt, dass 93 Prozent der Vorstandsmitglieder männlich sind, 86 Prozent aus Europa stammen und 49 Prozent zwischen 51 und 60 Jahre alt sind.
Bereits zum dritten Mal befragte BCG gemeinsam mit der European Association for People Management (EAPM) über 2.000 Führungskräfte in mehr als 30 europäischen Ländern zu den Trends im Personalwesen. Für den Bericht „Hard-Wiring Diversity into Your Business“ wurden die Antworten von 444 Führungskräften zu den Herausforderungen im Diversity-Management ausgewertet.
Geschäftsrisiken, verursacht durch den demographischen Wandel, sehen rund die Hälfte (48 Prozent) der Unternehmen als die größte Diversity-Herausforderung. Danach wurden die Bereiche „Geschlecht“ (29 Prozent) sowie „Nationalität“ (18 Prozent) genannt. Das Thema Diversity-Management scheint aufgrund der öffentlichen Diskussionen um Frauenquoten und Zuwanderung ausländischer Talente bei den meisten Unternehmen angekommen zu sein: 80 Prozent der europäischen Unternehmen verfügen über mindestens drei Instrumente, um ihre Mitarbeitervielfalt zu steigern. Unternehmen in Deutschland bieten zum Beispiel am häufigsten flexible Arbeitszeitmodelle und Erziehungsurlaub an, um den Anteil an Frauen zu erhöhen. Allerdings setzen die meisten Unternehmen ihre Initiativen nur punktuell ein.
Große Unterschiede zeigen die Ergebnisse darüber hinaus bei der Einschätzung der Wirksamkeit der Initiativen. Ältere Mitarbeiter bewerteten die Maßnahmen im Bereich Demographie-Management als weniger wirksam als ihre jüngeren Kollegen.
Zusatzleistungen
Viele Arbeitgeber setzen im Kampf um Top-Mitarbeiter auf Zusatzleistungen wie Smartphones, Dienstwagen, Bonuszahlungen oder Förderungsmaßnahmen. Eine repräsentative Studie von AXA zeigt jedoch, dass bei der Mitarbeitergewinnung und -bindung heute auch die betriebliche Krankenversorgung eine wichtige Rolle spielt. Mehr als jeder Zweite der befragten Arbeiter und Angestellten gibt an, diesen Bonus bei der Jobsuche zu berücksichtigen.
Neun von zehn der Befragten (89 Prozent) finden eine arbeitgeberfinanzierte Altersversorgung wichtig. Darüber hinaus spielen attraktive Arbeitszeiten und Bonuszahlungen eine wichtige Rolle. Rund 80 Prozent der befragten Arbeiter und Angestellten (84 beziehungsweise 79 Prozent) halten sie für relevant. Ein Firmenwagen scheint hingegen kein allzu großer Anreiz zu sein, ihn empfinden nur 30 Prozent der Befragten als wichtig.
Social-Media für Recruiting
Obwohl für Unternehmen und Personaler Social Media an Bedeutung gewonnen hat, werden diese Informationskanäle zur Personalgewinnung trotzdem noch zu selten genutzt. Das ergab eine Neukundenumfrage von 1000jobboersen.de. Dabei gaben 85,3 Prozent an, dass ihnen die etablierten Business Netzwerke wie Xing und LinkedIn zwar bekannt seien, sie jedoch kaum bis gar nicht als Recruitingkanal zur Personalgewinnung bisher verwendet wurden. Hierzu gehören vor allem klein- und mittelständische Unternehmen. Der Grund dafür besteht immer noch in der Unsicherheit gegenüber den neuen Kommunikationskanälen sowie der große Zeitaufwand, der dies mit sich bringt.
Das nervt im Vorstellungsgespräch
Sind die Bewerbungen erst einmal verschickt, ist eine Einladung zum Bewerbungsgespräch das Beste, was einem Jobanwärter passieren kann. Im persönlichen Gespräch erhält er die Chance, das Unternehmen beziehungsweise die Personalentscheider von sich, seinen Stärken und vor allem von der Eignung für die ausgeschriebene Stelle zu überzeugen. Leider nutzen noch immer nicht alle Bewerber das Vorstellungsgespräch optimal und verbauen sich durch so manches Fettnäpfchen den Weg zum Traumjob. Die Experten vom regionalen Findernet kalaydo.de haben eine Umfrage unter knapp 250 Personalentscheidern durchgeführt und zeigen die folgenschwersten Fehltritte im persönlichen Gespräch.
1. Unpünktlichkeit beziehungsweise Nichterscheinen (68,55 Prozent)
2. Unwissenheit über das Unternehmen und die ausgeschriebene Stelle (61,69 Prozent)
3. Unpassendes oder ungepflegtes Äußeres (61,29 Prozent)
4. Unehrlichkeit und Unglaubwürdigkeit (60,08 Prozent)
5. Wortkarge Bewerber, die den Mund nicht aufkriegen (51,61 Prozent)
Neben diesen fünf großen Fehltritten, bemängeln Personalverantwortliche vor allem die auswendig gelernte Antworten und Floskeln (50,81 Prozent), übertriebene Selbstdarstellung (50,00 Prozent) sowie unrealistische Gehaltsvorstellung (35,48 Prozent) der Jobanwärter. Ebenfalls negativ bewerten Personaler laut Umfrage die „Jammerei“ über die aktuelle berufliche Situation (34,27 Prozent) und „stromlinienförmige“ Bewerber ohne Ecken und Kanten (28,23 Prozent).
Wenn Mitarbeiter und Vorgesetzte auseinander gehen müssen!
Viele werden Chefs, aber nur wenige lernen das Kündigen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der DBM bei 600 Unternehmen in Österreich: 61 Prozent der befragten Personalchefs geben an, dass ihre Führungskräfte „kündigen als learning by doing“ betreiben.
Trennungen sind in vielen Unternehmen ein Tabuthema: Nur bei 18 Prozent der Firmen gibt es Seminare, in denen Führungskräfte solche Gespräche trainieren, bei 27 Prozent sind sie im Themenkreis Konfliktgespräche enthalten.
Für die Zukunft sieht man jedoch den Nutzen solcher spezieller Trainings: 85 Prozent gaben an „Trennungsgespräche sollten in Zukunft trainiert werden“.
Umfrage Teleworking
Eine internationale Umfrage von Regus, Anbieter von Arbeitsplatzlösungen, und dem Beratungsunternehmen Unwired untersucht die aktuellen Meinungen in der heutigen Arbeitswelt und zeigt, wie Unternehmen über das Thema flexibles Arbeiten denken.
Knapp 60 Prozent der Befragten, die in einem großen Unternehmen arbeiten, sind der Ansicht, dass aufgrund eines neuen Arbeitsstils der Bedarf an Büroräumen in Zukunft sinken wird, wogegen 7 Prozent glauben, dass mehr Büroräume benötigt werden. Über die Hälfte der Befragten (51 Prozent) prognostizieren, dass Büros nur noch gelegentlich genutzt werden.
Ein neuer Arbeitsstil:
- 62,5 Prozent der befragten Großunternehmen haben bereits einen neuen Arbeitsstil eingeführt.
- 59 Prozent der Befragten gaben an, keine Probleme damit zu haben, auch außerhalb des Arbeitsplatzes effektiv zu arbeiten.
Arbeitsplatz in der Nähe:
- 12,3 Prozent der Büroangestellten möchte zu Hause arbeiten.
- 63,5 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass die ideale Pendelzeit zum Arbeitsplatz unter 20 Minuten beträgt, und 25,2 Prozent möchten nur weniger als 10 Minuten pendeln.
- Derzeit pendeln 32 Prozent der Befragten, die in einem Großunternehmen arbeiten, täglich zwischen 41 Minuten; 27 Prozent benötigen länger als eine Stunde.
Technologie am Arbeitsplatz:
- 79 Prozent der Befragten sind zufrieden mit der technischen Unterstützung, die ihnen am Arbeitsplatz zur Verfügung steht. Sie erhalten auch zunehmend technische Hilfsmittel, um ortsunabhägig produktiv arbeiten zu können.
- Mehr als die Hälfte (51 Prozent) der Befragten haben technisch gesehen alles, was sie brauchen; 42 Prozent verfügen nur über einige Tools und gaben an, dass die technische Ausstattung besser sein könnte.
Attraktive Arbeitgeber im Vorteil
Was ausgezeichnete Unternehmen von der Konkurrenz unterscheidet, ist vor allem die Qualität der Führungskräfte. Zu diesem Ergebnis kommt die diesjährige Aon Hewitt-Studie „Attraktive Arbeitgeber in Zentral- und Osteuropa“, an der sich 479 Unternehmen beteiligt haben. Manager dieser Organisationen werden als weitaus effektiver, offener und fairer bewertet als in durchschnittlichen Unternehmen. Das Resultat: Die Mitarbeiter der „Attraktiven Arbeitgeber“ sind engagierter und bleiben ihrem Unternehmen treu. Gerade in Zeiten des War for Talent ist das ein entscheidender Wettbewerbsvorteil. Aber auch insgesamt ist das Engagement-Level der Arbeitskräfte bedingt durch den ökonomischen Aufschwung wieder gestiegen. Allerdings zeigt sich, dass bereits demotivierte Mitarbeiter ihr Unternehmen noch schlechter bewerten als während der Krise, und aktiv nach einem neuen Arbeitsplatz suchen.
78 Prozent der Mitarbeiter von attraktiven Arbeitgebern sind hoch engagiert, im Durchschnitt liegt der Wert bei nur 55 Prozent. Das wesentliche Unterscheidungskriterium ist die Qualität der Führungskräfte, deren Leistungen auch von den Mitarbeitern anerkannt und zu 75 Prozent als sehr effektiv bewertet werden. Der Mittelwert liegt hier über alle Unternehmen hinweg bei nur 53 Prozent. Auch kommunizieren Manager bei attraktiven Arbeitgebern offener und klarer als in durchschnittlichen Unternehmen (68 Prozent gegenüber 46 Prozent). Zudem glauben ihre Angestellten, dass sie die Interessen des Unternehmens und die der Mitarbeiter ausgewogener betrachten als andere (67 Prozent gegenüber 43 Prozent) sowie eher die Menschen als höchstes Gut des Unternehmens ansehen (66 Prozent gegenüber 41 Prozent).
Die Studie zeigt, dass nach den harten wirtschaftlichen Zeiten, in denen Arbeitnehmer auf vieles verzichten mussten, ihr Engagement im Durchschnitt wieder gestiegen ist. Gleichzeitig fühlen sich Mitarbeiter, deren Bindung zum Arbeitgeber bereits gering war, diesem noch weniger verbunden als noch im letzten Jahr. Viele von ihnen suchen bereits aktiv nach einer neuen Stelle in anderen Unternehmen. Das stellt vor allem unterdurchschnittlich bewertete Unternehmen vor große Risiken und Folgekosten. Hat die Rezession die Mitarbeiterfluktuation noch in gewissen Schranken gehalten, müssen Unternehmen jetzt schnellstmöglich die richtigen Strategien finden, um ihre Schlüsselkräfte zu halten. „Attraktive Arbeitgeber“ geben auch hier den Ton an: 70 Prozent ihrer Mitarbeiter bestätigen, dass das Unternehmen seine Top-Mitarbeiter mit entsprechenden Maßnahmen an sich bindet – im Durchschnitt behaupten das insgesamt nur 45 Prozent der Befragten. Zudem sorgen sie dafür, dass ihr Image auch mit der tatsächlichen Arbeitserfahrung im Unternehmen übereinstimmt. Das Ergebnis: 85 Prozent ihrer Mitarbeiter halten das Unternehmen für einen guten Arbeitsplatz, im Schnitt liegt der Wert bei nur 62 Prozent.
Werte sind Unternehmens-DNA
Unternehmenswerte spielen für Führungskräfte eine zentrale Rolle. So lautet das Ergebnis des Hernstein Management Reports zum Thema Wertemanagement. 95 Prozent der befragten Manager geben an, dass Werte in ihrem Unternehmen einen sehr hohen beziehungsweise hohen Stellenwert haben. Für lediglich 3 Prozent spielen Werte eine weniger wichtige Rolle.
Werte in Unternehmen haben eine identitäts- und sinnstiftende Aufgabe. Davon sind 45 Prozent der österreichischen Führungskräfte, 43 Prozent der deutschen und 29 Prozent der Schweizer Führungskräfte überzeugt.
Dass Werte auch Einfluss auf die Entscheidungsfindung haben, geben vor allem deutsche und Schweizer Führungskräfte an. 50 Prozent der deutschen und 54 Prozent der Schweizer Manager ziehen Werte als Grundlage für ihre Entscheidungsfindung heran. In österreichischen Unternehmen sind es hingegen nur 30 Prozent.
61 Prozent der befragten Führungskräfte wissen, dass sie als Entscheidungsträger die im Unternehmen kommunizierten Werte auch vorleben müssen. Die deutschen Führungskräfte sind sich dabei ihrer Vorbildwirkung eher bewusst (79 Prozent) als die österreichischen Entscheidungsträger (42 Prozent).
Dafür geben 42 Prozent der österreichischen Führungskräfte an, dass sehr wohl Diskussionsräume in Bezug auf die Weiterentwicklung von Werten bestehen, wohingegen nur 31 Prozent der deutschen Führungskräfte Raum für eine Wertediskussion lassen.
Auch in Bezug auf Verstöße gegen Unternehmenswerte haben Unternehmen noch einiges zu lernen. In Deutschland werden in 36 Prozent der Unternehmen, in der Schweiz in 31 Prozent und in Österreich in gar nur 16 Prozent Verstöße gegen Unternehmenswerte aufgezeigt oder benannt.
Werte werden in den Unternehmen häufig konkret festgehalten und niedergeschrieben, am häufigsten als Führungsleitbild (42 Prozent), aber auch als Vision (22 Prozent). Lediglich 27 Prozent aller Führungskräfte sehen ihr eigenes Agieren als Kommunikation von Werten im Unternehmen.
Weniger Jobsuchende in Österreich
Die Arbeitslosigkeit in Österreich ist in den ersten sechs Monaten deutlich zurückgegangen. Im Halbjahr waren im Schnitt 253.341 Personen arbeitslos gemeldet, das waren um 4,5 Prozent oder um 12.059 Jobsuchende weniger als noch vor einem Jahr. Inklusive Schulungsteilnehmer ging die Zahl der Jobsuchenden im Vorjahresvergleich sogar um 7,2 Prozent oder 24.933 Personen zurück. Die Arbeitslosenquote nach nationaler Berechnung sank um 0,4 Prozentpunkte auf 7 Prozent. Deutlich gestiegen ist im Halbjahr die Beschäftigung: Die Zahl der aktiv Beschäftigten erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 1,9 Prozent oder 62.452 auf insgesamt 3,282.254 Personen. Beim Arbeitsmarktservice (AMS) gab es mit insgesamt 226.076 gemeldeten Jobs (plus 9,7 Prozent oder 19.967) einen Rekordzugang an freien Stellen. Am relativ stärksten stiegen die Stellen für Fachkräfte mit Lehrabschluss (plus 12,6 Prozent), gefolgt von Arbeitsplätzen für Personen mit höherer Ausbildung (plus 9,6 Prozent).
Moderate Zuwanderung
Die endgültige Öffnung des österreichischen Arbeitsmarkts für die osteuropäischen Länder hat im ersten Monat einen Zuzug von 8.700 Arbeitskräften, nicht aber den manchmal befürchteten Ansturm Arbeitsuchender gebracht, zeigen Zahlen des Sozialministeriums. Die stärkste Zuwanderung erfolgte aus Ungarn und Polen. Ende April waren die Übergangsfristen für die 2004 in die EU aufgenommenen osteuropäischen Länder abgelaufen. Die Arbeitsmigration aus den osteuropäischen Ländern macht derzeit nur zwei Promille der 3,4 Millionen unselbstständig Beschäftigten in Österreich aus – die Zahl der (legal) in Österreich beschäftigten Osteuropäer hat aber um mehr als zehn Prozent zugenommen. Die Gesamtzahl der Beschäftigten aus den neuen EU-Staaten beträgt aktuell 84.855.
Jobmarkt im Aufwind
Die Ergebnisse des Manpower Beschäftigungsausblickes für das dritte Quartal 2011 lassen den heimischen Jobmarkt aufatmen: 10 Prozent der Personalisten in Österreich planen, Neuzugänge aufzunehmen. Das sind um 8 Prozent mehr als noch im Vorquartal 2011. Vor allem Facharbeiter und Techniker werden dringend gesucht. Die verstärkte Suche nach Personal hat aber auch ihre Kehrseite: Qualifizierte Fachkräfte sind zunehmend schwieriger zu finden, die demografische Entwicklung verschärft den Nachwuchsmangel. Bereits 27 Prozent der österreichischen Unternehmen haben Besetzungsprobleme – vor allem bei technischen Qualifikationen mangelt es zunehmend an passenden Kandidaten und Fertigkeiten.
Der Manpower Beschäftigungsausblick fällt für fast alle Bundesländer positiv aus: Spitzenreiter sind Vorarlberg (+26 Prozent) und das Burgenland (+22 Prozent), auch in Oberösterreich (+14 Prozent), Tirol (+14 Prozent), Niederösterreich (+9 Prozent), Kärnten (+8 Prozent), Salzburg (+6 Prozent) und Wien (+9 Prozent) erwarten die Personalisten in den kommenden Monaten Zuwachs. Als einziges Bundesland im negativen Bereich liegt die Steiermark mit -10 Prozent.
Fluktuation & Co.
„Haben Sie Probleme, gute Mitarbeiter zu halten?“ – so lautete eine Online-Umfrage des Karriereportals karriere.at unter 270 Unternehmern und Personalentscheidern. Das Ergebnis: 29 Prozent der befragten Unternehmensvertreter spüren zunehmend die Auswirkungen des Fachkräftemangels. Ebenso viele (29 Prozent) kämpfen mittlerweile mit Abwerbeversuchen eigener Mitarbeiter durch andere Betriebe. Insgesamt haben deutlich mehr als die Hälfte (58 Prozent) der österreichischen Betriebe Probleme mit Fluktuation im eigenen Unternehmen.
Mehr als ein Drittel der befragten Firmenvertreter (38 Prozent) sieht sich trotz des wirtschaftlichen Aufschwunges beim Halten von Leistungsträgern „nicht wirklich“ vom Fachkräftemangel betroffen – weil diese entsprechend in Mitarbeiterbindung investieren. Nur jedes zwanzigste Unternehmen (5 Prozent) tangieren Abwanderungstendenzen unter ihren Mitarbeitern laut Online-Umfrage überhaupt nicht.
Aus- und Weiterbildung in Österreich
Die Trendbarometer-Umfrage bei über 200 Unternehmen zeigt eindeutig: Es geht bergauf mit Österreichs Industrie. Zwei Drittel der Befragten geben an, eine bessere Auftragslage als 2009 zu verzeichnen. Das Ausmaß der Verbesserung liegt bei durchschnittlich 34 Prozent gegenüber dem Krisenjahr 2009. Doch beklagen die Unternehmen den zunehmenden Kostendruck durch steigende Rohstoffpreise und hohe Energiekosten – eine deutliche Bremse für übertriebenen Optimismus.
Der viel diskutierte Technikermangel ist nach wie vor ein besonderes Sorgenkind der heimischen Industrie. Mehr als die Hälfte der Befragten (56 Prozent) gibt an, dass der Technikermangel ein Problem in ihrem Unternehmen ist. Dennoch scheinen die im Rahmen der Trendbarometer-Umfrage 2008 geäußerten negativen Erwartungen für die Zukunft in diesem Ausmaß bisher nicht eingetreten zu sein. 2008 erwarteten sich hier 65 Prozent der Befragten ein künftiges Problem für ihr Unternehmen. Heute beklagen 60 Prozent der befragten Unternehmen die fehlende technische Kompetenz der Mitarbeiter – gefolgt von Soft-Skills, wie der fehlenden Kommunikationsfähigkeit und Defiziten bei der Konfliktfähigkeit. Für viele Befragte Anlass zu handeln. 67 Prozent der Unternehmen planen dem Technikermangel durch Maßnahmen zur Qualifizierung beziehungsweise Umschulung bestehender Mitarbeiter zu begegnen. Etwas weniger als die Hälfte setzt hingegen auf den Einsatz von Zeitarbeitern, wobei auch in diesem Bereich die Qualifizierung zu einer immer größeren Herausforderung wird. Rund ein Viertel der Befragten wollen dem Technikermangel durch die Rekrutierung von Mitarbeitern aus den neuen EU-Mitgliedsländern entgegenwirken.
Obwohl die befragten Unternehmen die Qualifizierung der eigenen Mitarbeiter an erster Stelle bei den Maßnahmen gegen Technikermangel nennen, zeichnet sich im Nachfeld der Krise eine zunehmende Zurückhaltung bei der Entwicklung der Bildungsbudgets ab. Gingen 2008 noch 68 Prozent der Befragten von steigenden Budgets für die Weiterbildung aus, sind es 2011 um 17 Prozent weniger (51 Prozent). 2 Prozent sprechen nun sogar von fallenden Budgets. Umso erstaunlicher ist es, dass mehr als die Hälfte der Befragten kein Bildungscontrolling in ihrem Unternehmen etabliert hat.
15 Prozent wollen Mitarbeiter einstellen
Der heimische Jobmarkt befindet sich im Aufwind: 15 Prozent der Personalmanager planen neue Mitarbeiter aufzunehmen, demgegenüber wollen nur 5 Prozent Mitarbeiter abbauen. Vor allem Facharbeiter und Techniker werden von den Firmen dringend gesucht: Bereits 27 Prozent der österreichischen Unternehmen haben laut Manpower Beschäftigungsausblick für das dritte Quartal 2011 bereits Probleme, geeignete Mitarbeiter zu finden. Besonders bei technischen Qualifikationen mangelt es demnach zunehmend an Bewerbern.
Österreichische Unternehmen positiv gestimmt
Österreichs Wirtschaft ist laut Wifo 2010 um 2,1 Prozent gewachsen und legte auch in den ersten drei Monaten 2011 um ein Prozent im Vergleich zum Vorquartal zu.
Dieser Trend wirkt sich auch auf die Mitarbeiterzahlen aus: Mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen geht für dieses Jahr von einem Nettozuwachs der Mitarbeiter aus und alle planen im Jahr 2011 die Besetzung offener Stellen. Binnen zwei Jahren stieg dieser Anteil um 35,7 Prozentpunkte auf 59,1 Prozent. Dies ist eine der Kernaussagen der Studie „Recruiting Trends 2011”, durchgeführt von den Universitäten Bamberg und Frankfurt am Main unter den Top-500-Unternehmen Österreichs im Auftrag von Monster Worldwide Austria.
Als wichtigster Rekrutierungskanal hat das Internet seine Stellung nicht nur gefestigt, sondern weiter ausgebaut. 85,8 Prozent aller offenen Stellen werden auf der Unternehmenswebseite veröffentlicht und mehr als zwei Drittel in Online-Karriereportalen.
Zum ersten Mal seit Durchführung der Studienreihe „Recruiting Trends” wurden in Österreich mehr als sieben von zehn Neueinstellungen über das Internet generiert.
Die befragten Unternehmen sind mit 83,1 Prozent der Kandidaten, die sie über ein Online-Karriereportal rekrutiert haben sehr zufrieden oder zufrieden – die höchste Zufriedenheit noch vor über die Unternehmenswebseite (81,4 Prozent) oder eine Mitarbeiterempfehlung (78,2 Prozent) rekrutierten Kandidaten.
57,1 Prozent der 500 größten Unternehmen aus Österreich beurteilen Social Media als positiv für die Personalbeschaffung. Aktuell werden die diversen Kanäle jedoch noch eher zurückhaltend genutzt. So greifen lediglich 7,8 Prozent regelmäßig auf das Karriere-Netzwerk Xing zurück, um dort Stellenanzeigen zu veröffentlichen, und nur 7,9 Prozent suchen dort regelmäßig aktiv nach geeigneten Kandidaten. Immerhin fast ein Fünftel der antwortenden Unternehmen nutzt bereits regelmäßig Facebook, um für das eigene Arbeitgeberimage zu werben. Vergleichsweise häufig (25,4 Prozent) suchen die Befragten in Xing nach zusätzlichen Informationen über bereits identifizierte Kandidaten.
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Überqualifizierte Absolventen
Absolventen von Technischen Universitäten in Österreich sind vor allem in Bereichen außerhalb der Forschung und Entwicklung (F&E) fachlich überqualifiziert. Zu diesem Schluss kommen Forscher vom Institut für Bildungsforschung der Wirtschaft (ibw) in einer Studie zur Bachelor-Einführung in technischen Uni-Studien anhand der Nachfrage am Arbeitsmarkt. Zwei Drittel der Stellenangebote für Uni-Graduierte richten sich demnach auch an Fachhochschul-Absolventen „mit um praktisch drei Jahre kürzeren Studien“, wie aus der Analyse von Stelleninseraten im Frühjahr/Sommer 2010 abgeleitet werden kann. Technikstudenten studieren im Diplom durchschnittlich rund 14 Semester und für einen Bachelor-Abschluss 8,75 Semester.
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Am Arbeitsplatz wenig Unterstützung
Jeder fünfte Arbeitnehmer erfährt an seinem Arbeitsplatz in Deutschland keine soziale Unterstützung. Am wenigsten wird sich in den Wirtschaftszweigen Energiewirtschaft, Großhandel und Finanzwirtschaft geholfen.
Dies zeigt eine aktuelle Untersuchung der Beratungsgesellschaft ServiceValue, für die knapp 2.000 Arbeitnehmerurteile aus zwölf Wirtschaftszweigen eingeholt wurden.
Bei zunehmender Arbeitsbelastung und steigendem Leistungsdruck wird ein Fehlverhalten einzelner Teammitglieder immer weniger toleriert. Nicht selten wird das vermeintlich schwächste Glied der Kette dann als Sündenbock isoliert, gemobbt und im Stich gelassen. In der Energiewirtschaft ist der Mangel an sozialer Unterstützung am gravierendsten.
Fast jeder zweite Arbeitnehmer in der Energiewirtschaft (46,9 Prozent) bestätigt zudem, dass es in seinem Arbeitsbereich häufig Spannungen unter den Kollegen gibt. Einen höheren Wert zeigt nur noch das Gesundheits- und Sozialwesen mit 47,4 Prozent auf.
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iPhone, Notebook, Internet – zu Hause weiterarbeiten
Schnell noch berufliche E-Mails am Smartphone checken, am Laptop Präsentationen vorbereiten oder online von zu Hause aus weiterarbeiten: Laut den Ergebnissen der jüngsten Online-Umfrage des österreichischen Karriereportals karriere.at unter 529 Arbeitnehmern und 174 Arbeitgebern ist dies eher die Regel als die Ausnahme. Nur 29 Prozent der befragten Arbeitnehmer gaben an, am Ende eines Arbeitstages leicht abschalten zu können. Knapp die Hälfte der Umfrageteilnehmer (46 Prozent) checkt nach Feierabend zumindest gelegentlich berufliche Mails.
18 Prozent der Arbeitnehmer gaben an, nur selten den Job aus dem Kopf zu bekommen und regelmäßig in der Freizeit weiter zu arbeiten. Sieben Prozent sagen, auch außerhalb der Arbeitszeit ständig an den Job zu denken, weil dies die berufliche Position von ihnen verlange.
Bei den Arbeitgebern und leitenden Angestellten ist diese Tendenz erwartungsgemäß noch stärker ausgeprägt: 14 Prozent der Umfrageteilnehmer gaben an, sich aufgrund ihrer verantwortungsvollen Position überhaupt nie aus dem Arbeitsprozess ausklinken zu können. Ein knappes Drittel (31 Prozent) der Unternehmer arbeitet regelmäßig von zu Hause aus weiter. Fast vier von zehn (38 Prozent) gaben an, zwar meist gut abschalten zu können, aber zumindest manchmal auch im privaten Umfeld Mails zu checken. Immerhin 17 Prozent der Unternehmer schaffen es, nach Feierabend voll und ganz Privatperson zu sein.
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Die wichtigsten Benefits
Flexible Arbeitszeit, Homeoffice, gute Anbindung: Eine aktuelle Datenauswertung von www.kununu.com hat ergeben, dass diese Benefits für Arbeitnehmer derzeit am wichtigsten sind. Waren vor einigen Jahren noch die internationale Ausrichtung eines Unternehmens gefragt, finanzielle Anreize oder Karrierechancen, so ist den Mitarbeitern mittlerweile ihre Work-Life- Balance am wichtigsten.
Ranking Benefit (in Prozent)
1. Flexible Arbeitszeit 18,28 %
2. Homeoffice 9,20 %
3. Gute Verkehrsanbindung 9,09 %
4. Firmenwagen 6,53 %
5. Parkplatz 6,44 %
6. Kantine 6,15 %
7. Internetnutzung 6 %
8. Hunde geduldet 5,15 %
9. Betriebliche Altersvorsorge 4,92 %
10. Mitarbeiterhandys 4,43 %
Weitere Goodys wie Coaching, Mitarbeiter-Events, Mitarbeiter-Beteiligung oder Betriebsarzt werden nur von einzelnen Interessierten gesucht.
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IT-Jobs wieder gefragt
Jobs im IT-Bereich sind nach einem Einbruch während der Wirtschafts- und Finanzkrise wieder gefragt. Für das erste Quartal 2011 verzeichnet der „it-Indikator“ 4.908 Jobanzeigen, um 18 Prozent mehr als im Vorquartal und um 42 Prozent mehr als im ersten Quartal des Vorjahres. Besonders hoch sei die Nachfrage nach Systembetreuern, Programmierern und Projektmanagern. Im Jahr 2009 ist die Zahl der IT-Jobs krisenbedingt um ein Drittel eingebrochen.
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Trend zur Höherqualifizierung
In den letzten Jahrzehnten zeigt sich bei jungen Menschen ein deutlicher Trend zur formalen Höherqualifizierung. Knapp ein Drittel (30 Prozent) der 15- bis 34-Jährigen, die sich nicht mehr in Ausbildung befinden, haben einen höheren formalen Bildungsabschluss erreicht als ihre Eltern, rund die Hälfte (53 Prozent) hat einen gleichwertigen formalen Bildungsabschluss erreicht. Dies zeigt eine vertiefende Analyse des Moduls „Eintritt junger Menschen in den Arbeitsmarkt“ der Mikrozensus-Arbeitskräfteerhebung von Statistik Austria.
Verglichen mit der formalen Bildungssituation ihrer Eltern ist die Bildungssituation der heute 15- bis 34-Jährigen deutlich besser, wobei vor allem die jungen Frauen aufgeholt haben. In der Elterngeneration sind Frauen noch deutlich niedriger qualifiziert als Männer. Rund 40 Prozent der Mütter der aktuell 15- bis 34-Jährigen haben höchstens einen Pflichtschulabschluss, bei den Vätern trifft dies nur auf jeden vierten zu (24 Prozent). Im Vergleich mit ihren Müttern erreichen Frauen (15 Prozent) deutlich seltener einen Schulabschluss, der nicht über die Pflichtschule hinausgeht, wenngleich dies immer noch etwas häufiger der Fall ist als bei den Männern (11 Prozent) gleichen Alters.
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Mitarbeitermotivation als Führungsherausforderung
Laut dem jüngsten Hernstein Management Report haben sich die Anforderungen an Führungskräfte stark verändert. 42 Prozent der deutschen und Schweizer Führungskräfte sind dieser Meinung. In Österreich sind es hingegen nur 24 Prozent.
Eines der dringlichsten Führungsthemen ist laut Umfrage die Mitarbeitermotivation. 67 Prozent aller befragten Führungskräfte beschäftigt dieses Thema.
Laut Umfrage steuern 50 Prozent aller Führungskräfte laufende Change Prozesse oder sind mit Umstrukturierungen im Unternehmen beschäftigt (34 Prozent).
Für deutsche Führungskräfte ist das Thema „Ausbalancieren von Widersprüchen und Umgang mit Konflikten“ das zweitwichtigste Führungsthema (52 Prozent), wohingegen nur 40 Prozent der österreichischen Führungskräfte und 21 Prozent der Schweizer Führungskräfte angeben, dass sie dieses Thema beschäftigt. An letzter Stelle liegt das Thema Personalabbau. Nur 19 Prozent der befragten Führungskräfte beschäftigen sich derzeit damit.
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Jedes 5. größere Unternehmen in Österreich nutzt Social Media
20 Prozent der österreichischen Unternehmen ab 25 Mitarbeiter sind mit einem eigenen Profil auf einer Social Media Plattform vertreten. Dieses Ergebnis resultiert aus einer telefonischen Befragung von 500 Geschäftsführern und Personalleitern aus Unternehmen ab 25 Mitarbeitern.
7 von 10 Unternehmen, die Social Media Plattformen für Unternehmenszwecke nutzen, verwenden dafür Facebook. Facebook wird häufiger im Dienstleistungssektor, vor allem von Unternehmen der Tourismus- und Freizeitwirtschaft genutzt. 16 Prozent der Social Media aktiven Unternehmen vertrauen auf Twitter und 11 Prozent auf Xing.
Knapp zwei Drittel nutzen Social Media Plattformen um ihr Unternehmen zu präsentieren. 74 Prozent der Social Media aktiven Unternehmen verwenden die Social Media Netzwerke als Unterstützung für personalpolitische Maßnahmen. 27 Prozent suchen über diese Quelle zusätzliche Informationen über Personen, die sich im Unternehmen beworben haben. 20 Prozent kontaktieren Bewerber, 19 Prozent inserieren offene Stellen und 17 Prozent rekrutieren Mitarbeiter über diese Plattformen.
Die Gründe für die Nicht-Nutzung von Social Media sind für die Unternehmen vielfältig: 52 Prozent sehen keinen unternehmensspezifischen Mehrwert, in 48 Prozent der Unternehmen wird es gar nicht thematisiert, da es für die Geschäftsleitung nicht relevant ist. 18 Prozent begründen die Nicht-Nutzung mit der fehlenden Verfügbarkeit zeitlicher Ressourcen, 12 Prozent mit dem Fehlen personeller Ressourcen. 11 Prozent haben ethische und 9 Prozent arbeitsrechtliche Bedenken. 7 Prozent geben an, dass ihnen das nötige Wissen zur richtigen Handhabung und Nutzung fehlt.
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Arbeitskosten in der EU um 2,0 Prozent gestiegen
Die Arbeitskosten pro Stunde sind in der EU im vierten Quartal 2010 gegenüber dem Vergleichszeitraum 2009 um 2,0 Prozent gestiegen. In der Eurozone betrug die Erhöhung 1,6 Prozent, geht aus den neuesten von Eurostat veröffentlichten Daten hervor. Den stärksten Anstieg verzeichnete Bulgarien mit 7,6 Prozent, am anderen Ende gab es in Griechenland um 6,5 Prozent geringere Arbeitskosten. Österreich liegt mit einer Steigerungsrate von 2,5 Prozent im Mittelfeld.
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Liebe unter Kollegen
„Liebe unter Kollegen – kann das gut gehen?“ So lautete die Fragestellung der jüngsten Online-Umfrage des österreichischen Karriereportals karriere.at unter 671 Arbeitnehmern. Das Ergebnis zeigt, dass die Mehrheit der österreichischen Arbeitnehmer kein Problem darin sieht, wenn Jobs mit Liebe verknüpft werden. Ein Viertel der Umfrageteilnehmer (25 Prozent) gibt sich überzeugt, dass es völlig egal ist, wo eine Beziehung gelebt wird. Und satte 41 Prozent glauben, dass Beziehungen im Job funktionieren können, wenn man nur offen und ehrlich damit umgeht.
9 Prozent der Befragten sind zwar grundsätzlich der Meinung, dass Beziehungen unter Kollegen eine Chance haben. Allerdings nur unter der Voraussetzung, dass die Sache absolut geheim bleibt. Ein Viertel (25 Prozent) ist für die absolute Trennung von Privatem und der Arbeitswelt und gibt Beziehungen unter Arbeitskollegen keine großen Chancen.
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Firmen entsenden Mitarbeiter häufiger und kürzer
Trotz der globalen Rezession ist die Zahl der Entsendungen von Mitarbeitern ins Ausland 2008 und 2009 um vier Prozent gestiegen. Darunter waren vor allem kürzere Auslandseinsätze: In 50 Prozent der Unternehmen haben die Short-Term-Assignments zugenommen. Dies zeigt die neue Studie "International Assignments Survey 2010", für die das Beratungsunternehmen Mercer die Daten von 220 multinationalen Unternehmen verschiedener Branchen ausgewertet hat. Die Arbeitgeber schauen beim Thema Entsendung verstärkt auf die Kosten: Mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen entsendet heute verheiratete Mitarbeiter ohne ihre Familie ins Ausland, wenn es um langfristige Einsätze geht. Europa führt diesen Trend an. Hier entsenden zwei Drittel der Organisationen verheiratete Beschäftigte alleine ins Ausland.
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