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in heft 2/2005 für sie gelesen:
Von Wolfgang Mentzel, Svenja Grotzfeld und Christine Haub
Mitarbeitergespräche
Mitarbeiter motivieren, richtig beurteilen, effektiv einsetzen
205 Seiten
19,90 Euro
ISBN: 3-448-06492-0
Rezensionen:
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Anna Steiger
Vizedirektorin für Personal, Ressourcen und Frauenförderung
Akademie der bildenden Künste Wien
anna.steiger@akbild.ac.at
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Gespräche zwischen Mitarbeitern und Vorgesetzten sind Voraussetzung und Grundlage jeder erfolgreichen und zufrieden stellenden Zusammenarbeit. Kommunikation kann Brücken bauen und ist ein entscheidender Faktor für den Unternehmenserfolg.
In ihrem Band „Mitarbeitergespräche“ zählen die Autoren Mentzel, Grotzfeld und Haub zu den Mitarbeitergesprächen „alle Gespräche zwischen Vorgesetzten und ihren Mitarbeitern, die über die routinemäßige Alltagskommunikation hinausgehen“. In Folge behandeln sie Einführungsgespräche ebenso wie Zielvereinbarungs- oder Jahresmitarbeitergespräche, aber auch Unterweisungs- oder Abgangsgespräche.
Der Praxisratgeber beginnt mit theoretischen Grundlagen zum Thema Kommunikation. Er stellt einfache Kommunikationsmodelle vor und zitiert Watzlawik sowie das Joharifenster. Der lehrbuchhafte Charakter der Einführung wird durch Expertentipps („der Experte rät“) und Beispiele gemildert. Checklisten und Formulare zur Gesprächsvorbereitung („Regeln zur Gesprächsführung“) bieten einen ersten Eindruck, was den Leser auf den kommenden Seiten erwartet: eine Kombination aus Theorie, Praxisbeispielen, Expertentipps und Leitfäden, die besonders für Einsteiger in dieses Thema Anregung und Hilfestellung bieten.
Der Anspruch der Autoren, Mitarbeitergespräche laut der von ihnen gewählten Definition darzustellen, stellt auch die größte Schwäche des Ratgebers dar. Sie unternehmen den Versuch, regelmäßige Mitarbeitergespräche, anlassabhängige Gespräche und Sonderfälle (Vorstellungsgespräche, Mitarbeiterbesprechung und Lehrgespräch) nach Inhalt und Ablauf zu beschreiben. Komprimiert auf 40 Seiten hinterlässt dies beim Leser das Gefühl von Redundanz: weniger wäre hier vielleicht mehr gewesen.
Hervorgehoben sei das Kapitel über Zielvereinbarungen. Seit es auch für die seit Anfang 2004 aus dem Bundeshaushalt ausgegliederten Universitäten den gesetzlichen Auftrag gibt, mit Hilfe von Zielen zu führen und selbst das Universitätsgesetz 2002 „managment by objectives“ (zumindest) im Kommentar anführt, müssen sich Universitätsrektoren mit diesem Thema befassen. Die Autoren beschreiben die Arten der Ziele, führen auch in diesem Kapitel Beispiele an, der „Experte rät“, entsprechende Leitfäden runden das Kapitel ab. Die spannende Frage, welche Konsequenzen Zielerreichung (beziehungsweise Nichterreichung) hat, wird ausgespart.
Auf den letzten Seiten von „Mitarbeitergespräch“ finden sich zusammengefasst alle Leitfäden und Checklisten, farblich in gelb hervorgehoben, die auch schon im Textteil zu lesen waren. Zur klareren Übersicht durchaus sinnvoll, unterstreicht es die Intention des Buches, „Praxisratgeber“ zu sein.
Der entscheidende Hinweis für Anwender jedoch fehlt: Leitfäden für Mitarbeitergespräche sind schnell verfasst, sie zum Leben zu erwecken, sie am Leben zu erhalten, ist die wahre Herausforderung an Personalentwicklung und Geschäftsleitung.
| praktischer Nutzen: |
*** |
| Lesbarkeit / Schreibstil: |
**** |
| Verständlichkeit: |
***** |
| Gliederung / Übersichtlichkeit: |
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| Meine persönliche Empfehlung für Personalverantwortliche: |
*** |
Das Thema Mitarbeitergespräche beschäftigt sowohl Führungskräfte aller Ebenen als auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Kaum ein Instrument bietet solche Möglichkeiten der Führung wie das Mitarbeitergespräch. Das Buch von Wolfgang Mentzel, Svenja Grotzfeld und Christine Haub setzt sich mit dem Thema Mitarbeitergespräche in recht übersichtlicher und verständlicher Weise auseinander. Den Autoren zufolge legen Mitarbeitergespräche die Basis für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit. In eindringlicher Weise machen sie darauf aufmerksam, wie notwendig eine gründliche Vorbereitung auf die Gesprächsführung ist.
Der Aufbau des Buches ist vielleicht zunächst etwas verwirrend. Aber während des Lesens wird dem Leser immer klarer, was die Autoren mit dem Buch behandelt wissen wollen. Anders als der Titel des Buches vermuten lässt, stellen die Autoren eine große Anzahl von „anlassbezogenen“ Gesprächsarten vor. Der Bogen reicht von regelmäßig stattfindenden Gesprächen (zum Beispiel Jahresgespräch, Fördergespräch), anlassabhängigen Gesprächen (Einführungsgespräch, Vorstellungsgespräch als Sonderfall) bis hin zu den Bereichen Führen mit Zielen/Zielvereinbarung und Mitarbeiterbeurteilung.
Den Autoren - Mentzel, Grotzfeld und Haub – gelingt es, die verschiedenen Gesprächssituationen zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern verständlich und übersichtlich darzustellen. Zu Beginn des Buches behandeln sie kompakt einige Grundlagen der Kommunikation (zum Beispiel Johari-Fenster), der Gesprächsvorbereitung und –führung.
Das Buch bietet eine hervorragende Hilfestellung bei der Vorbereitung und Durchführung von Mitarbeitergesprächen. Durch die Aufbereitung, den guten und nachvollziehbaren Aufbau des Buches ist es in der Praxis unmittelbar einsetzbar, ersetzt aber in keinster Weise eine tiefere Auseinandersetzung mit dem Thema Kommunikation und Mitarbeitergespräch. Die angebotenen Checklisten dienen dazu, sich vor dem Gespräch nochmals Gedanken über das bevorstehende Mitarbeitergespräch zu machen. Rechtliche Aspekte runden das Buch ab.
Die Autoren verstehen ihr Buch als Ratgeber und als solcher ist er meines Erachtens auch sehr gut geeignet - sowohl für Personalmanager als auch für Führungskräfte. Zum Abschluss möchte ich ein Zitat aus dem Buch anführen, dass für mich die Einstellung der Autoren und damit den Inhalt des Buches gut wiedergibt. „Das wichtigste Instrument der Mitarbeiterführung ist das regelmäßige Mitarbeitergespräch. Es dient der Verbesserung des Vorgesetzten-Mitarbeiter-Verhältnisses, fördert Offenheit und gegenseitiges Verständnis und erleichtert die Zusammenarbeit. Gute Mitarbeiter erwarten, dass der Vorgesetzte mit ihnen spricht. Über Ziele, ihre Aufgaben, ihre Leistungen, ihre Stärken und ihre Schwächen.“
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| Gliederung / Übersichtlichkeit: |
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| Meine persönliche Empfehlung für Personalverantwortliche: |
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