Jürgen W. Goldfuß
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Krista Lobenwein Human Resources, Marketing & Business Development ILF Consulting Engineers krista.lobenwein@ibk.ilf.com |
Die Welt ist in Bewegung und dies mit zunehmender Geschwindigkeit, das einzige Fixum ist der Wandel. So sind Führungskräfte des 21. Jahrhunderts gefordert, zusätzlich zu den klassischen Führungsaufgaben die eigene Orientierungsunsicherheit zu meistern. Sie müssen in einem sich ständig ändernden Umfeld agieren und ihre Mitarbeiter „in schwierigen Zeiten führen und sicher durch Krisen und Umbruchsituationen lenken.” Dabei stellt sich für viele Führungskräfte die Frage, wie sie ihre Mitarbeiter führen und motivieren sollen, wenn sie selbst nicht wissen, wohin die Entwicklung geht.
Dieser Überlegung geht Jürgen W. Goldfuß in seinem neuesten Buch nach und beleuchtet die Herausforderungen, denen sich eine Führungskraft in schwierigen Zeiten stellen muss. Aufgabe ist es, Orientierung zu bieten in Zeiten, in denen sich Rahmenbedingungen und Regeln sehr schnell fundamental ändern und in ihrer bisherigen Form keine Gültigkeit mehr besitzen. Dabei plädiert der Autor für eine positive Sichtweise dieser Thematik. Umbrüche und Krisen sollen als Chance verstanden werden.
Veränderungen rechtzeitig erkennen und als Führungskraft agieren, sind zentrale Themen dieses Buches. Die Anforderungen, die sich dabei an Führungskräfte richten, werden beschrieben, ohne zu vergessen, dass Führungskräfte „auch nur Menschen sind“. Das Zauberwort heißt TOK: Transparenz – Offenheit – Konsequenz, Mitarbeiter über klare Ziele von Veränderungen informieren, Fragen zulassen und konkrete Antworten geben. Damit, so der Autor, werden kreative, neue Wege beschritten und mit dem Rückhalt der Mitarbeiter notwendige Veränderungen erfolgreich gemeistert.
Darüber hinaus präsentiert Jürgen W. Goldfuß weitere Tipps und Tricks sowie einfache Checklisten zu verschiedensten Szenarien aus dem Führungsalltag.
Kritisch hinterfragt wird jeder Denk- und Lösungsansatz vom fiktiven Gegenspieler des Autors, Herrn „J.A. Aber“, der seine Erfahrungen einbringt. Er fordert Jürgen W. Goldfuß bewusst, seine Ideen zu verteidigen.
Das Buch besticht durch seine leichte Lesbarkeit. Diese ist nicht zuletzt auf den Einsatz von Herrn „J.A. Aber“ zurückzuführen. Sowohl Optimisten als auch Skeptiker werden zu aktivem Mitmachen herausgefordert. Das Buch bietet einen Überblick zu „Führen in schwierigen Zeiten“, dementsprechend werden viele Themen angeschnitten und Denkanstöße gegeben.
Fazit: Eine angenehme Lektüre für Zwischendurch, gut, aber nicht revolutionär.
| Praktischer Nutzwert: | *** |
| Lesbarkeit / Schreibstil: | **** |
| Verständlichkeit: | ***** |
| Gliederung / Übersichtlichkeit: | *** |
| Meine persönliche Empfehlung für Personalverantwortliche: | ** |
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Johann Kleemaier Leiter Human Resources Schloß Schönbrunn Kultur- und Betriebsges.m.b.H., Wien kleemaier@schoenbrunn.at |
Was bedeutet wirtschaftlicher Umbruch für die Führungskraft? Was heißt Mitarbeiterführung in Zeiten des Umbruchs? An welchen Indikatoren erkennen Mitarbeiter bevorstehende Veränderungen? Und: Wir leben im fünften Kondratieff-Zyklus – was kommt danach? Dies sind nur einige Fragen, die das Buch „Führen in schwierigen Zeiten“ diskutiert.
Der Autor, Jürgen W. Goldfuß – ein erfahrener, selbstständiger Trainer für Führungskräfte –beschreibt zunächst sehr aufschlussreich und praxisnah jene Situationen, die Führungskräfte derzeit zu bewältigen haben: den immer rascheren Zyklus des Umbruchs im Wirtschaftsleben und die gesellschaftlichen Veränderungsprozesse, die sich daraus ergeben.
Bei einem Umbruch, so die Definition des Autors, ändert sich das bisher Gewohnte und Vertraute. Es entsteht etwas anderes, Neues. Ein Umbruch beinhaltet immer ein gewisses Risiko des Verlustes, denn die Situation wird anschließend nicht mehr so sein, wie sie vorher war.
Die Leser durchleben bei der Lektüre sukzessive alle Stationen, einer Führungskraft in Zeiten des sich immer schneller gestaltenden wirtschaftlichen Umbruchs. Der Bogen spannt sich von den Anforderungen an eine Führungskraft über die eigene Positionsbestimmung zu den Chancen und Problemen bei Veränderungen bis hin zur entsprechenden sensiblen Informationsstrategie. Abgerundet wird der Bogen durch die ausführliche Betrachtung der emotionalen Komponente der Führungskräfte im Kontext der Umbruchsituationen.
Nach den ersten interessanten Ausführungen zeigt der Autor Veränderungen der letzten 25 bis 30 Jahre auf, welche die Führungskräfte meistern mussten: den Übergang von der Handarbeit zur Maschinenarbeit und von der Produktionsgesellschaft zur Dienstleistungsgesellschaft, die Öffnung der nationalen Märkte hin zu globalen Märkten (Globalisierung) und die demographische Entwicklung, die eine andere Klasse von Mitarbeitern mit einer anderen Loyalitätsvorstellung mit sich brachte.
In diesem Zusammenhang lenkt Goldfuß die Aufmerksamkeit auf eine Reihe von Indikatoren, an denen Mitarbeiter eine bevorstehende Veränderung bemerken oder erahnen. Er erläutert, aus welchen Gründen Veränderungsprozesse scheitern können, damit Führungskräfte dies bei der Entwicklung einer Strategie berücksichtigen können. Interessant sind die im Buch beschriebenen Zwiegespräche zwischen dem Autor und einem gewissen Herrn „ J. A. Aber“. Dieser stellt seine Bedenken gnadenlos zur Diskussion –und derer gibt es viele.
Die Kernaussage, die der Autor immer wieder betont, liegt in der Leitlinie: Transparenz, Offenheit und Konsequenz bei allem was Sie tun!
„Führen in schwierigen Zeiten“ ist ein Buch, das auch für jene Führungskräfte hilfreich ist, die nicht in offensichtlichen Umbruchsituationen agieren. Es ist ein Buch, das viele Fragen beantwortet und einiges aus einem anderen Blickwinkel sehen lässt. Inwieweit es ein Personalverantwortlicher für seine praktische Arbeit verwenden kann und will, muss jeder für sich entscheiden.
| Praktischer Nutzwert: | *** |
| Lesbarkeit / Schreibstil: | *** |
| Verständlichkeit: | **** |
| Gliederung / Übersichtlichkeit: | ***** |
| Meine persönliche Empfehlung für Personalverantwortliche: | *** |